So einfach ist der Gasanbieterwechsel

Die Belieferung mit Erdgas erfolgt über den Grundversorgungstarif, sofern der Verbraucher keinen anderen Tarif bei einem Gaslieferanten seiner Wahl vereinbart. Die Grundversorgung ist zwar besonders flexibel und mit kurzen gesetzlichen Kündigungsfristen ausgestattet, preislich jedoch außer bei einem sehr geringen Verbrauch weniger attraktiv als ein Gassondervertrag. Daher lohnt sich ein Gasanbieterwechsel in einen günstigeren Tarif

Wer kann einen Gasanbieterwechsel vornehmen?

Einen Gasanbieterwechsel kann jeder vornehmen, der einen eigenen Gaszähler hat. Damit können Eigenheimbesitzer ohne weiteres zu einem günstigen Gasanbieter wechseln. Sowohl Mieter als auch Besitzer von Eigentumswohnungen können den Gasanbieterwechsel selbst nur vornehmen, wenn ihre Wohnung über einen eigenen Gaszähler verfügt. Das ist in den einigen deutschen Städten unüblich, da der übliche Standard in einem Gasanschluss für ein komplettes Haus besteht. Den Gaslieferanten wählt dann die Wohnungseigentümerversammlung beziehungsweise der Vermieter aus.

Gasanbieterwechsel

Worauf ist bei einem Gasanbieterwechsel zu achten?

Fast alle Gastarife setzen sich aus einem Grundpreis und einem Verbrauchspreis zusammen. Viele Versorger sehen auch bei Wahltarifen die Abrechnung nach zwei unterschiedlichen Modellen vor, wobei das für den Verbraucher günstigste zur Anwendung kommt. Tarife mit nur einer Abrechnungsvariante sind ungünstig, wenn der Verbrauch höher als erwartet ausfällt. Eine exakte Vorhersage des Gasverbrauches ist in Deutschland kaum möglich, da die Winter teilweise hart und zum Teil überraschend mild ausfallen. Konsequenterweise nehmen Gaskunden einen Gaspreisvergleich mit unterschiedlichen Verbrauchswerten der vergangenen Jahre vor und entscheiden sich für einen sowohl in einem strengen als auch in einem milden Winter preiswerten Gastarif.

Kündigung des alten Vertrages beim Gasanbieterwechsel

Beim Gasanbieterwechsel übernimmt der neue Versorger die Kündigung des bisherigen Liefervertrages. Hat man jedoch nur eine kurze Kündigungsfrist im alten Vertrag, was z.B. bei einer angekündigten Preiserhöhung der Fall sein kann, dann ist oft eine selbst vorgenommene Vertragskündigung ratsam. Das gilt besonders, wenn sich der bestehende Vertrag ohne rechtzeitige Kündigung um ein Jahr verlängert und der Gasanbieterwechsel somit erst wieder nach Ablauf dieser Zeit möglich ist. Sollte die Kündigung vor dem Lieferbeginn des gewählten neuen Versorgers wirksam werden, besteht für den Grundversorger die Pflicht zur Ersatzlieferung.