Strompreise in der Grundversorgung
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Das Standardprodukt der lokalen Stromversorger ist die so genannte Grundversorgung, in der sich Schätzungen zufolge ca. 55 Prozent aller Kunden befinden. Die Tarife unterliegen besonderen gesetzlichen Bestimmungen und waren bis zum Juni 2007 genehmigungspflichtig. Der Wegfall dieser Genehmigungspflicht hat neben weiteren Faktoren zu einer deutlichen Preissteigerung in den letzten 12 Monaten geführt. Im Januar 2007 zahlte ein Musterhaushalt (Jahresverbrauch: 4000 Kilowattstunden) 804 Euro (20,1 Cent pro Kilowattstunde) für die Grundversorgung. Im Januar 2008 zahlt der gleiche Haushalt 855 Euro (21,4 Cent pro Kilowattstunde), was einer Preissteigerung von 6,6 Prozent entspricht. Die Grundversorgungspreise haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Fünf Grundversorger (DREWAG (Stadtwerke Dresden), Stadtwerke Fröndenberg, Stadtwerke Bochum, Stadtwerke Dinslaken und Stadtwerke Elmshorn) haben die Preise in den letzten 12 Monten gesenkt. Bei 248 Grundversorgern blieben die Preise immerhin konstant. 379 Grundversorger erhöhten die Preise um bis zu 10 Prozent. Bei 242 Grundversorgern wurden die Preise sogar um mehr als 10 Prozent angehoben. Besonders betroffen sind Kunden der Energie- und Wasserversorgung Rheine (+ 38,6 Prozent), der Gemeindewerke Markt Lichtenau (+ 34,2 Prozent) und der Stadtwerke Wolfen (+ 33,4 Prozent). Die günstigste Grundversorgung bieten derzeit die Gemeindewerke Stockstadt am Main mit 686 Euro pro Jahr. Es folgen das Elektrizitätswerk Schweiger mit 695 Euro und die Stadtwerke Weißenburg mit 686 Euro. Bei den Stadtwerken Wolfen, dem teuersten Grundversorger im bundesweiten Vergleich, zahlen Verbraucher mit 1.035 Euro über 340 Euro (51 Prozent) mehr als beim günstigsten Anbieter. Auch bei den Stadtwerken Weimar (1.000 Euro) und bei den Stadtwerken Bernburg (990 Euro) zahlen Kunden einen sehr hohen Preis für die Grundversorgung. |
Tipps zum Thema Strompreise Vergleich
Autor: Jennifer Niechziol |
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